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Stellungnahme zur Eröffnung der Skaterrampe

Aus der Presse durften wir erfahren, dass die Skateranlage jetzt der Öffentlichkeit übergeben wurde. Nur Schade, dass dies unter Ausschluss aller Jugendlichen und damit auch derjenigen Jugendlichen geschah, die den Neubau der Anlage aktiv begleitet haben.

Ein CDU Landratskandidat stellt sich halt nicht mit uns Jusos auf ein Bild. Dies hindert uns jedoch nicht daran, uns bei allen aktiven Skatern für die tolle Unterstützung zu bedanken: Danke! Bitte macht weiter so und lasst Euch durch dieses Verhalten des CDU Landratskandidaten nicht daran hindern, Eure Interessen auch künftig vor zu bringen.

Eines möchten wir doch noch zum Artikel anmerken: Warum in dem Zeitungsartikel von Seiten der Verwaltungsspitze nicht mit einem Wort erwähnt wurde, dass man das begehrteste Objekt der Skater, die Mini Ramp, zerstören ließ, obwohl hierfür Geld gesammelt und für den Verbleib gekämpft wurde.

Fraktion kauft Waren für die Tafel

Früher gab es zwei Flaschen Schluck oder einen Korb voller Süßigkeiten, wenn jemand in der SPD-Fraktion Geburtstag oder sonst etwas zu feiern hatte.Dank einer Idee des Ende 2014 leider viel zu früh verstorbenen Ratsherrn Willi Friedrichs hat man sich davon verabschiedet. Seit dem gibt es eine Geldspende und für die jetzt gesammelten 650 Euro haben die Vorsitzende Sabine Selberg-Scherfeld und ihre Stellvertreter Hans Jungmann und Bodo Kohlmeyer beim Marktkauf Waren für die Tafel gekauft. Die Ehrenamtlichen der Tafel freuten sich über diese Spende und eine weitere von der St. Stephans Gemeinde. Die wurde von Pfarrer Jörg-Uwe Pehle gemeinsam mit Presbyter und SPD-Ratsherr Gerd Klinksiek übergeben. Bürgermeister Rocco Wilken, der Landtagsabgeordnete Christian Dahm, Fraktionschefin Sabine Selberg-Scherfeld und Pfarrer Jörg-Uwe Pehle bedankten sich ausdrücklich angesichts der größer gewordenen Zahl von Bedürftigen bei den Frauen und Männern. Es sei bemerkenswert, wie man sich seitens der Vlothoer Tafel bemühe, auf die oftmals ganz unterschiedlichen Wünsche und Bedürfnisse der Menschen einzugehen, die die Unterstützung der Tafel in Anspruch nehmen müssen. Jeden Mittwoch holen Lothar Wittkowski, der Sozialarbeiter des Diakonischen Werks im Kirchenkreis Vlotho, dem Träger der Tafel und einige Helfer bei  Vlothoer Bäckern und den Supermärkten verwertbare Waren ab. Die werden am Vormittag im Henry-Dunant Haus des DRK am Zollweg von den Ehrenamtlichen als Angebote aufgebaut. Ab 14 Uhr am Nachmittag können sie ausgeben werden. Vor allem haltbare Waren wie Nudeln und Reis, Hühnersuppe, Fertiggerichte in Dosen, Marmelade, Speiseöl und Kartons, sowie jetzt auch Schokolade hat die SPD-Fraktion in Zusammenarbeit mit dem Marktkauf besorgt. Pfarrer Pehle, der die Vlothoer -Tafel jetzt kurz nach seinem Amtsantritt zum ersten Mal besuchte, ließ sich von den Helferinnen zeigen, wie die gespendeten Waren ausgestellt und angeboten werden. Er erfuhr, dass die Tafel beim DRK-Heim ein geeigneteres Lager für die gespendeten Lebensmittel hat. Die Bedürftigen, zu denen jetzt auch Flüchtlinge zählen, ziehen am Mittwoch ab 14 Uhr Nummern, nach deren Reihenfolge sie bedient werden. Sie können im geheizten Sozialraum des Henry-Dunant-Hauses warten und schätzen die am Zollweg gebotene Anonymität. Dass an dieser Stelle keine Bar – Spende übergeben wurde, erklärte MdL Christian Dahm damit, dass so erreicht werde, dass das Geld nicht den großen Topf des Diakonischen Werks fülle, sondern ohne Umwege den Menschen direkt in Vlotho zu Gute komme.

Grünkohlessen

Das Grünkohlessen im Bonneberger Hof ist bei den Mitgliedern des SPD-Stadtverbands Vlotho beliebte Tradition. Gerne wird bei dieser Gelegenheit, zu der sich auch in diesem Jahr wieder rund 40 Sozialdemokraten eingefunden hatten, Rückschau auf das vergangene Jahr gehalten und der politische Blick in die Zukunft gerichtet.

Bürgermeister Rocco Wilken nutzte die Gelegenheit, Danke für die Unterstützung in 2016 zu sagen. Für das neue Jahr sei einiges in der Pipeline, er habe gerade mit dem Landtagsabgeordneten Christian Dam über die zukünftige Bebauung des Bahnhofsgeländes gesprochen. Es gebe derzeit zwei ernsthafte Interessenten, die dort investieren möchten, mit einer Entscheidung könne vermutlich im März gerechnet werden. Auch die touristische Weiterentwicklung der Weserstadt habe mit großer Unterstützung der Vlotho-Marketing Fahrt aufgenommen, so der Bürgermeister. Es gelte, sowohl bei Einheimischen als auch bei Besuchern weiter das Bewusstsein für ein schönes Lebensumfeld zu stärken.Der Bundestagsabgeordnete Stefan Schwartze dankte Gerd Müller, der nach Jahrzehnten als Sozialbetreuer in Uffeln sein Amt zur Verfügung gestellt hat. Es sei fast nicht vorstellbar, Müller nach vielen Jahrzehnten erstmals ohne ein öffentliches Amt anzutreffen. Er habe an den unterschiedlichsten Stellen in seinem Ortsteil Uffeln, in der Stadt Vlotho und im Kreis Herford gewirkt. Das verdiene große Hochachtung. Mit Blick auf die anstehenden Wahlen in diesem Jahr verwies Schwartze auf die zu erwartenden grundlegenden Debatten. Die alles entscheidende Frage sei, wie die Menschen in diesem Land zukünftig zusammenleben wollten. Für ihn gebe es viel zu verteidigen aber auch viel zusammenzuführen. Wichtig sei, mit „geradem Rücken“ in die Auseinandersetzung zu gehen: „Die SPD-Kernkompetenz ist die soziale Gerechtigkeit. Da trauen uns die Menschen zu recht am meisten zu“. Es habe selten eine so gute Abstimmung zwischen ihm und dem Kreis Herford sowie den Städten und Gemeinden gegeben, wie in den vergangenen Monaten, so der Landtagsabgeordnete Christian Dahm. Es vergehe keine Woche ohne ausführliche Telefonate mit dem Landrat und den Bürgermeistern. Das sei gut und wichtig angesichts der naturgemäß engen Verbindung zwischen Land und Kommunen. Wie intensiv das Land seine Städte und Gemeinden fördere, werde in Vlotho besonders an der Innenstadtentwicklung sichtbar. Dahm berichtete außerdem, dass das Land NRW 2016 erstmals seit 1973 wieder ohne neue Schulden ausgekommen sei. Diese Entwicklung sei richtungsweisend, man müsse weiterhin sparsam sein, ohne allerdings das Land kaputt zu sparen. Er kündigte für die Jahre 2017 bis 2020 umfangreiche Investitionen in Bildung an. Es sollen zwei Mrd. Euro in Schulen investiert werden. Bevor der lecker dampfende Grünkohl serviert wurde nutzte der SPD-Stadtverbandsvorsitzende Jörg Begemann die Gelegenheit, Angelika Wilkiewicz als langjährige Kassiererin der Vlothoer SPD zu verabschieden. In dem „Flachgeschenk“, das er ihr als Dankeschön überreichte, befand sich allerdings nichts Bares, sondern ein Buchgutschein.

SPD Team startet beim Widufix Lauf

Der Widufix Lauf ist schon eine kleine Tradition im Kreis Herford. Das Ziel des Laufes ist es Ausbildungsplätze im Kreis zu fördern. Der diesjährige Lauf fand in unserer schönen Heimat Vlotho statt. Am Lauf nahmen 1530 Läuferinnen und Läufer Teil, die den guten zweck unterstützen wollen. Darunter war natürlich auch ein Team von uns.

Auf den Bild ist eine kleine Impression zu sehen: Unser Ratsherr Guido Koch ging mit seiner kleinen Tochter an den Start und lief mit ihr, in einer sehr guten Zeit, mehrere Runden.

»Bedenklichster Entwurf seit Jahren« – SPD-Fraktion nimmt städtischen Haushaltsplan 2015 unter die Lupe

Mit ihren beiden Vlothoer Kandidaten Rocco Wilken – er will in Vlotho Bürgermeister werden – und Jürgen Müller – er bewirbt sich um das Amt des Landrats im Kreis Herford – hat sich die SPD-Ratsfraktion einen Tag lang intensiv mit den Thema Finanzen beschäftigt.

Landratskandidat Müller warb in seinem Gespräch mit den Vlothoer Fraktionsmitgliedern vor allem für eine stärkere Verzahnung der Arbeit der Verwaltungen von Kreis und Stadt. »Beschlüsse, die in Vlotho getroffen werden, wirken auch im Kreis und werden dann auch im Kreishaushalt sichtbar, ohne dass man das in Vlotho politisch wahrnimmt«, machte Jürgen Müller deutlich. Hier sprach er sich für mehr Zusammenarbeit und stärkeren Austausch aus. Jürgen Müller ist derzeit als Kämmerer für die Finanzen des Kreises zuständig und konnte die Fraktion auch im Blick auf den Vlothoer Haushalt fachlich beraten.

Vlothos Kämmerer Herbert Obernolte hatte den aktuellen Haushaltsentwurf der Verwaltung im Haupt- und Finanzausschuss bereits vorgestellt und die SPD-Fraktion erarbeitete sich jetzt ihre Position zu dem, was der Finanzchef errechnet hat. Das gilt besonders für einen möglichen Haushaltsbegleitbeschluss, mit dem bereits jetzt festgelegt werden kann, welche Kosten zusätzlich auf die Vlothoer in den Jahren 2016 bis 2018 zukommen könnten. Damit solle vermieden werden, dass Vlotho in die Haushaltssicherung käme. Die Fraktionsvorsitzende Sabine Selberg-Scherfeld hatte deshalb auch Herbert Obernolte und seine Mitarbeiterin Livia Hantsche eingeladen und so konnte der Stadtkämmerer die Finanzlage selbst darstellen und um Zustimmung für den Haushaltsentplan werben.

»Es ist nicht so, dass mit einer Haushaltssicherung das kommunale Leben komplett zum Erliegen kommt, wie man am Beispiel der Nachbarstadt Löhne sehen kann«, sagte Jürgen Müller. So käme es nicht zu einem Kahlschlag bei den freiwilligen Leistungen. Allerdings müsse man bei neuen freiwilligen Maßnahmen und bei Investitionen sehr genau hinschauen. Einen Haushaltsbegleitbeschluss allerdings, wie geplant von Bedingungen abhängig zu machen und somit Gebührensteigerungen schon jetzt festzuschreiben, hält Müller allerdings für rechtlich anfechtbar. Den Darstellungen von Kämmerer Obernolte wurde entgegengehalten, dass dies der bedenklichste Entwurf seit Jahren sei.

»Im Jahr seines Abschieds aus Vlotho präsentiert der Bürgermeister den Menschen in der Stadt Kostensteigerungen in vielen Bereichen und über den Haushaltsbegleitbeschluss würde er jedem privaten Haushalt noch für die Folgejahre zusätzliche Belastungen bei den Gebühren für Wasser und Abwasser hinterlassen«, erklärte Christian Dahm im Verlauf der anschließenden Diskussion. Zudem trügen bei einem Haushaltsfehlbedarf von 2,7 Millionen. Euro die mittels des Begleitbeschlusses für die kommenden Jahre damit zu erzielenden zusätzlichen Finanzmittel in keiner Weise zur Konsolidierung des Haushalts bei, befürchteten die Fraktionsmitglieder.

(Quelle: Westfalen-Blatt vom 13. März 2015)

Stellungnahme zum Soccerfeld

Jetzt haben wir es schwarz auf weiß, die Stadt Vlotho hat kein Geld mehr für uns Jugendliche.

Den Antrag der Jusos auf Errichtung eines Soccerfeldes in Vlotho wird die Verwaltung nicht befürworten, sagt Bürgermeister Stute. Nach Berechnung der zuständigen Fachabteilung würde die Maßnahme etwa 60.000 € kosten“ (Westfalenblatt vom 28.02.2015)

Viele von uns haben das Projekt „Soccerfeld für Vlotho“ aktiv begleitet und wurden von vielen Jugendlichen durch ihre Unterschriften ermutigt, unser gemeinsames Ziel in Vlotho voran zu treiben.

Die Stadtverwaltung in Person unseres derzeitigen Bürgermeisters  lehnt das Soccerfeld ab. Und dass bevor im zuständigen Ausschuss überhaupt über das Soccerfeld debattiert werden konnte. Dieser Haltung können wir absolut nicht zustimmen! Wir bleiben bei unserer Forderung für ein Soccerfeld in Vlotho.

Ein Soccerfeld würde das Freizeitangebot in Vlotho stark verbessern und ein Treffpunkt für Kinder und Jugendliche sein.

Warum verschließen Sie sich an dieser Stelle, Herr Bürgermeister? Denn auch Sie dürften nicht vergessen haben: Fußball verbindet!

Erster Vlothoer Poetry Slam

Du willst was in deiner Heimatstadt erleben? Dann komm zum ersten Vlothoer Poetry Slam!

Wann? 22.01.2015, 19:30 Uhr
Wo? Café SoLero, Lange Straße 94, 32602 Vlotho
Eintritt: 2 Euro

Du willst als Slamer mit deinem Text dabei sein? Dann melde dich unter kontakt@jusos-vlotho.de an.

Die Einnahmen werden an eine gemeinnützige Vlothoer Einrichtung gespendet.

Deine Juso AG Vlotho

Wettstreit mit Worten – Jusos organisieren Vlothos ersten „Poetry Slam“ für einen guten Zweck


Vlotho. Lustiges, Trauriges, Gedichte oder Ungereimtheiten: Das alles kann bei einem „Poetry Slam“vorgetragen werden. Die Jusos laden nun für Donnerstag, 22. Januar, zu Vlothos erstem Dichterwettstreit ab 19:30 Uhr ins Cafe Solero ein.

Die Jugendorganisation der Vlothoer SPD stellt den „Poetry Slam“ in der Langen Straße 94 unter das Motto „Deine Stadt! – Dein Text! – Dein Auftritt!“

Das Wichtigste bei einem solchen Wettstreit mit Worten ist, dass es sich um Selbstverfasstes handelt. Den Vortragenden, auch Slammer genannt, sind dabei keine bestimmten Textarten vorgeschrieben. Das Publikum vergibt für jeden Auftritt eine Wertung. Dementsprechend ist auch eine ansprechende Präsentation des Textes wichtig. Die besten Slammer treten dann im Finale nochmals gegeneinader an.

Für die Moderation konnten die Jusos den Bielefelder Slammer Michel Pauwels gewinnen. Dieser hat seine Texte unter anderem beim Bielefelder Hörsaal-Poetry-Slam vor 1500 Zuhörern präsentiert. Aus der Bielefelder Slammer Szene sind schon mehrere Literaten hervorgegangen, die mit eigenen Buchveröffentlichungen von sich reden machten: etwa Michael Goehre, Mischa-Sarim Verrollet oder Sulaiman Masomi.

In Bad Oeynahausen, Lemgo und weiteren Städten der Region werden bereits regelmäßig solche Slam veranstaltet, teilt Tim Nolte, Vorsitzender der Jus-AG Vlotho, mit. Die Jusos wollen den Dichterwettstreit möglichst als wiederkehrende Veranstaltung nach Vlotho holen.

„Wir wollen Vlotho für Kinder und Jugendliche attraktiver gestalten und hoffen, dass wir mit dem Poetry Slam eine tolle und unterhaltsame Veranstaltung bieten können“, sagt Lennart Domnick, jüngstes Ratsmitglied der Voltier SPD-Fraktion.

Unter anderem wird der Vlothoer Slammer Cedric Scholz auf der Bühne im Café Solero stehen. Zudem haben sich weitere Künstler aus ganz Ostwestfalen-Lippe angekündigt. Weitere Teilnehmer sind Willkommen und können sich unter kontakt(at)jusos-vlotho.de anmelden.

Das Café Solero ist ein Treffpunkt für Menschen mit und ohne Behinderung, erklärt Kerstin Waterbär. Die Diakonische Stiftung Stiftung Wittekindshof, Betreiberin des Cafe Soleros, bietet auch ambulant und stationär unterstütztes Wohnen für Menschen mit Behinderung in der Weserstadt an. Der Eintritt der Veranstaltung beträgt 2 Euro und wird an das ambulant unterstützte Wohnen zur Verschönerung des Gruppenraumes gespendet.

SPD trauert um Willi Friedrichs

Man wusste in der SPD und bei jenen Menschen, die mit Willi Friedrichs im Rat, in der Verwaltung, den Ausschüssen und in den Vereinen, denen er verbunden war, seit Monaten, dass sein Gesundheitszustand zu berechtigter Sorge Anlass gab. Doch die Nachricht, dass der erst 61jährige kurz nach der letzten Ratssitzung des Jahres, an der er um jeden Preis hatte teilnehmen wollen, nur drei Tage später gestorben ist, hat alle, denen er verbunden, war tief getroffen.
Willi Friedrichs war Ratsmitglied der SPD, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Vorsitzender des Ortsvereins Vlotho-Uffeln. Den Verein Moral und Ethik hat er 1976 ebenso mitbegründet wie 1992 den Partnerschaftsverein Vlotho-Lubsko.
Mit ihm verliert die SPD jemanden, der immer präsent war, jede Veranstaltung besuchte und stets den Kontakt zu den Menschen suchte und fand, für die er seit 2009 im Stadtrat mitarbeitete. Seinen Wahlkreis am westlichen Winterberg hat er bei den Kommunalwahlen 2009 und im Mai 2014 direkt gewonnen. Als stellvertretender Vorsitzender des SPD-Stadtverbands war er maßgeblich an der politischen Ausrichtung seiner Partei in Vlotho beteiligt und engagierte sich ganz besonders in den Wahlkämpfen der vergangenen Jahre. Willi Friedrichs gehörte 1976 zu den Gründern des Vereins Moral und Ethik (M&E), dessen Finanzen er bis November 2014 verwaltete, als er aus gesundheitlichen Gründen zurücktrat. Bei M&E richtete er über Jahre hin die Vorlesewettbewerbe für Kinder aus und kümmerte sich um die Konzerte, die der Verein in der Kulturfabrik angeboten hat. Seine Teilnahme an den ersten, noch von M&E durchgeführten, Hilfsgütertransporten nach Lubsko in Polen und Arad in Rumänien führten dazu, dass er sich 1992 maßgeblich an der Gründung des Partnerschaftsvereins Vlotho-Lubsko beteiligte. Auch in diesem Verein übernahm er die undankbare Aufgabe der Kassenführung. Willi Friedrichs stammt aus Bentorf und kam als Kind mit seiner Familie in die Albert Schweitzer Straße am Galgenkamp. Nach dem Abitur am Weser-Gymnasium ging er zur Bundeswehr und studierte anschließend in Münster Geschichte und Germanistik. Zurück in Vlotho absolvierte er nach einigen beruflichen Umwegen eine Ausbildung als Kaufmann und war bei einem Großhandel in Porta Westfalica beschäftigt. Willi Friedrichs war ein begeisterter Leser von geschichtlicher Fachliteratur mit besonderem Blick auf Militärgeschichte und Kriminalromanen. Er hatte im Keller seines Hauses eine kleine Werkstatt, in der er Schiffsmodelle baute.
In seiner Jugend spielte er Handball und stand später im Tor einer Hobby-Fußballmannschaft. In den vergangenen Jahren war als Walker unterwegs und es gab kaum einen Weg und eine Straße in Vlotho, die er nicht begangenen hat.
Dank seiner umgänglichen Art, seiner Hilfsbereitschaft und seines umfassenden Wissens wurde Willi Friedrichs nicht nur von jenen Menschen geschätzt, die mit ihm im Beruf oder im Ehrenamt zu tun hatten.
Er war nicht leicht zu beeindrucken, schon gar nicht von Äußerlichkeiten, und ließ sich nur von stichhaltigen Argumenten überzeugen. Das und sein trockener Humor, sowie seine Art Dinge auf den Punkt zu bringen, haben ihm Sympathie und Achtung eingebracht; auch deshalb wird man ihn schmerzlich vermissen.