Sorge um hohe Kosten

Die SPD-Fraktion findet, dass die städtischen Friedhöfe an der Breslauer Straße am Winterberg und an der Buhnstraße in Uffeln gut gepflegt sind. Sie verursachen aber allein heute schon wegen ihrer schieren Größe hohe Kosten. „Das schlägt sich dann auch bei der Anzahl Bestattungen nieder. Da weichen auch Vlothoer und Uffelner auf kirchliche Friedhöfe aus. Und dabei sind auch in Vlotho Baumbestattungen seit Jahren möglich“, stellte die SPD-Fraktionschefin Sabine Selberg-Scherfeld übereinstimmend mit  Hans Jungmann, Gerd Klinksiek, Dieter Rethmeier, Guido Koch, Monika Sellmann und Bodo Kohlmeyer bei einer Besichtigung fest.

Sorgen machen der Vorsitzenden und ihren Fraktionskollegen vor allem die Friedhofskapellen, allen voran die Kapelle in Uffeln. Seit sie nicht mehr von der Kirchengemeinde genutzt wird, gibt es an dem Gebäudekomplex einen Renovierungsstau. Sachkundig informiert wurde die SPD-Fraktion  bei ihrem umfassenden Rundgang von Christian Hohmeier, dem Teamleiter der Vlothoer Wirtschaftsbetriebe (VWB) und Ralf van der Marwitz, dem neuen Chefgärtner beim Bauhof. Während die Kapelle in Uffeln vor allem im Blick auf die Nebenräume in sehr schlechtem Zustand ist, zeigte sich Ortsvorsteher Hans Jungmann mit der Friedhofskapelle in Vlotho recht zufrieden. „Die Toilettenanlagen sind aber das Letzte. Sie sind zu klein und für Menschen mit Behinderungen nicht nutzbar. Da muss dringend etwas geschehen“, erklärte Jungmann.

Die Besucher der SPD verwiesen Hohmeier und van der Marwitz bei ihrem Rundgang auf den SPD-Antrag vom vergangenen Sommer. „Es war unser Ziel und das bleibt auch so, dass die Hecke zur Jägerortstraße hin entfernt und der kaum so zu bezeichnende Gehweg zu einem echten Bürgersteig ausgebaut wird. Hier gehen Schulkinder und Mütter bringen ihre Kleinen zu den Kitas, von Passanten mit Kinderwagen und Rolatoren wollen wir gar nicht reden“, betonte Sabine Selberg-Scherfeld. Hier schiebe die Stadt das Problem trotz des augenfälligen Missstands seit Jahren vor sich her.

Mit Blick auf die ständig größer werdende Zahl von Urnenbestattungen machten von der Marwitz und Hohmeier deutlich, dass die Zahl der Freiflächen auf beiden Friedhöfen immer größer wird und damit der Pflegeaufwand zunimmt. „Zu Zeiten von Stadtdirektor Jochen Zülka und Bürgermeister Ulli Sturhahn haben wir im Rat sogar die Vergrößerung der Fläche in Uffeln diskutiert. In nur zwanzig Jahren hat sich die Lage aber praktisch umgedreht. Jetzt könnten von beiden Friedhöfen Flächen abgeben werden“, erinnerte sich Monika Sellmann, Sozialbetreuerin in Uffeln. Eine Sanierung von Grund auf hätte die Friedhofskapelle an der Buhnstraße mit sämtlichen Nebengebäuden nötig. „Dafür wäre sehr viel Geld aufzubringen. Das ginge locker in den sechsstelligen Bereich“, berichtete Christian Hohmeier. Der SPD-Fraktion stellt sich die Frage, wie man mit den hohen Kosten der beiden städtischen Friedhöfe umgehen soll und welche Nutzungsarten, zum Beispiel als Parklandschaft, möglich sind. Es wäre um der Sache willen wichtig, dass sich alle Ratsparteien darüber einig würden, wie man künftig mit den Friedhöfen, speziell dem in Uffeln, umgehen solle.

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