Im Herbst sollen Skateboards rollen – Klaus-Peter Weyer erläutert Jugendlichen das Verfahren für Neuaufbau der Anlage

Vlotho(keh). Gar nicht erbaut waren Vlothoer Jugendliche bei einem weiteren Ortstermin unter der Weserbrücke über den Terminplan zur Aufstellung der neuen Skateranlage. Lennart Domnick hatte mit einer kurzfristigen Lösung gerechnet. Doch jetzt soll es Herbst werden.

Klaus-Peter Weyer, zuständiger Sachbearbeiter der Stadt, nahm gegenüber den Jugendlichen und der Ortsgruppe der Jungsozialisten Stellung, die sich wiederholt des Themas angenommen hatten.
Schon seit 1998 läge die Genehmigung des Kreises für eine Skateranlage unter der Weserbrücke vor, deren Gelände der Straßenbauverwaltung des Landschaftsverbandes gehöre. Seit 2011 habe es neue Auflagen nach einem Ortstermin der beteiligten Behörden gegeben. Zu Beginn hätten zehn Meter Abstand zur Straße hin und der an der Weserstraße gezogene Zaun zur Weserstraße vollauf genügt, sagte Weyer. »Doch dann gab es bei dem Ortstermin neue Akteure der Genehmigungsbehörde«. Jetzt habe es geheißen: »Nach dem Gesetz ist es völlig ausgeschlossen, dass die Anlage näher als 20 Meter an die Straße heranrückt, um auszuschließen, dass der Fahrzeugverkehr abgelenkt wird.«
Hinzu kam jetzt das Bauvorhaben der Brückensanierung. Mehr als drei Jahre lang wurde die zwischenzeitlich für illegal erklärte Anlage auch aufgrund der Bauarbeiten hoch über der Skaterbahn am Brückenkörper stillgelegt und zur Seite geschoben. Die Reste der Anlage sind inzwischen abgeräumt. Der neue Bauantrag liegt fertig im Rathaus, so Weyer.
Auf dem Teer sind in Leuchtfarbe die Standorte der Bahnelemente markiert worden. Wegen der 30-Meter-Regelung ist eine Verschiebung nach Norden nötig. Dies erfordert, die Skaterbahn mit einer Teerschicht anzugleichen, um eine ebene Fläche zu erreichen. Das soll der Kosten wegen zeitgleich mit einem Straßenbau erfolgen. Erst wenn alle Vorbedingungen stimmen, wird die Skateranlage nach Vlothoer Wünschen in Auftrag gegeben. Es zeigte sich bereits, dass junge Skater Verbesserungsvorschläge für die Standorte hatten. Mit Michael Ulbricht ist ein erfahrener Skatinglehrer als Berater beteiligt.

Quelle: Westfalen-Blatt vom 25.05.2014

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